Fondspolice-Kosten durchschauen: Was ist die Reduction in Yield?

Finanzcharts und Datenanalyse auf einem Monitor

Was kostet eine Fondspolice wirklich?

Die Frage nach den Kosten ist bei fondsgebundenen Rentenversicherungen (Fondspolicen) oft heiß diskutiert. Kritiker behaupten, sie seien „zu teuer“. Befürworter argumentieren, dass die Steuervorteile die höheren Kosten mehr als ausgleichen. Die Wahrheit liegt – wie so oft – in den Details. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, müssen Sie die verschiedenen Kostenarten verstehen und wissen, wie man sie richtig vergleicht.

Die vier Kostenarten einer Fondspolice

Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung fallen vier verschiedene Kostenblöcke an:

1. Abschluss- und Vertriebskosten

Diese einmaligen Kosten werden für die Beratung und den Vertragsabschluss erhoben. Bei einem gezillmerten Tarif werden sie in den ersten 5 Jahren verrechnet. Typisch sind 2,5–4,0 % der Beitragssumme (gesamte Beitragszahlung über die Laufzeit). Bei 200 EUR Monatsbeitrag und 35 Jahren Laufzeit entspricht das bei 2,5 % einer Summe von rund 2.100 EUR.

2. Verwaltungskosten des Versicherers

Der Versicherer berechnet laufende Kosten für die Vertragsverwaltung, Garantieabsicherung und regulatorische Anforderungen. Diese liegen je nach Anbieter bei 0,3–1,0 % des Fondsguthabens pro Jahr oder als fester Betrag pro Monat (Stückkosten).

3. Stückkosten

Ein fester monatlicher Betrag (z.B. 2–5 EUR), der unabhängig von der Beitragshöhe anfällt. Stückkosten fallen bei kleinen Beiträgen prozentual stärker ins Gewicht als bei großen.

4. Fondskosten (TER – Total Expense Ratio)

Die laufenden Kosten der gewählten Fonds werden direkt auf Fondsebene entnommen und sind im Fondskurs bereits eingepreist. ETFs liegen typisch bei 0,1–0,5 % p.a., aktiv gemanagte Fonds bei 1,0–2,0 % p.a. Die Fondswahl liegt beim Kunden – und ist damit ein Kostenhebel, den Sie selbst steuern können.

Was ist die Reduction in Yield (RiY)?

Die Reduction in Yield – auf Deutsch Effektivkostenquote – ist eine seit 2017 in der EU vorgeschriebene Kennzahl, die alle Kosten einer Fondspolice in einer einzigen Zahl zusammenfasst. Sie gibt an, um wie viele Prozentpunkte die jährliche Rendite durch sämtliche Kosten gemindert wird.

Wenn ein Fonds beispielsweise 6 % Bruttorendite erwirtschaftet und die RiY bei 1,2 % liegt, erhält der Kunde effektiv 4,8 % Rendite nach Kosten. Die RiY enthält alle vier genannten Kostenarten und macht unterschiedliche Produkte direkt vergleichbar.

Wie interpretiert man die RiY richtig?

Je niedriger die RiY, desto kostengünstiger das Produkt. Als Orientierung:

Wichtig: Die RiY ist laufzeitabhängig. Bei längeren Laufzeiten verteilen sich die einmaligen Abschlusskosten auf mehr Jahre, sodass die RiY sinkt. Vergleichen Sie daher immer RiY-Werte mit gleicher Laufzeit.

Analysieren Sie die Kosten Ihres Vertrags: Unser Kostenanalyse-Rechner zeigt Ihnen die Effektivkosten Ihrer Fondspolice transparent auf – inklusive Vergleich mit Alternativen.

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Fondspolice vs. ETF-Sparplan: Der ehrliche Vergleich

Auf den ersten Blick scheint der Fall klar: Ein ETF-Sparplan bei einer Direktbank kostet vielleicht 0,2 % TER jährlich plus minimale Transaktionskosten. Eine Fondspolice liegt bei 1,0–1,5 % RiY. Warum also nicht einfach den Sparplan nehmen?

Die Antwort liegt in der Nachsteuerrendite. Der ETF-Sparplan unterliegt der Abgeltungsteuer von 26,375 % auf jeden realisierten Gewinn – auch bei Fondsumschichtungen. Die Fondspolice bietet dagegen:

Studien zeigen: Ab einer Laufzeit von etwa 15–20 Jahren gleichen die Steuervorteile der Fondspolice den Kostennachteil gegenüber dem ETF-Sparplan in vielen Fällen aus – oder überkompensieren ihn sogar. Entscheidend ist, wie niedrig die Effektivkosten der Police sind.

Die WWK Premium FondsRente als Beispiel

Die WWK Premium FondsRente 2.0 gehört zu den kostengünstigsten Fondspolicen am Markt. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren und ETF-Bespaarung liegt die RiY je nach Konfiguration bei rund 0,8–1,2 %. Dafür erhält der Kunde:

Einen detaillierten Vergleich finden Sie auf unserer Vergleichsseite.

Warum Kosten nicht alles sind

Kosten sind ein wichtiger Faktor – aber nicht der einzige. Achten Sie auch auf:

Fazit: Transparenz statt Bauchgefühl

Die Reduction in Yield macht Fondspolice-Kosten endlich vergleichbar. Lassen Sie sich nicht von pauschalen Aussagen wie „Fondspolicen sind zu teuer“ verunsichern. Vergleichen Sie die RiY unterschiedlicher Angebote, berücksichtigen Sie die Steuervorteile und wählen Sie einen Tarif mit niedrigen Effektivkosten und breiter ETF-Auswahl.

Kosten vergleichen leicht gemacht: Nutzen Sie unseren Fondspolice-Kostenanalyse-Rechner und sehen Sie auf einen Blick, wie sich die Effektivkosten auf Ihre Rendite auswirken. Oder vergleichen Sie die WWK Premium FondsRente mit Alternativen.

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