Die 12/62-Regel: So sparen Sie Tausende Euro Steuern

Steuerunterlagen und Taschenrechner auf einem Schreibtisch

Was ist die 12/62-Regel?

Die 12/62-Regel ist einer der attraktivsten Steuervorteile, die der deutsche Gesetzgeber für Lebens- und Rentenversicherungen vorsieht. Hinter dem Begriff verbirgt sich das sogenannte Halbeinkunfteverfahren gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 EStG. Im Kern bedeutet die Regel: Wenn Sie Ihren Vertrag mindestens 12 Jahre laufen lassen und die Auszahlung erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres erfolgt, müssen Sie nur die Hälfte des Ertrags mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Die andere Hälfte bleibt komplett steuerfrei. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber einem klassischen ETF-Depot oder Tagesgeldkonto, bei dem der gesamte Ertrag der Abgeltungsteuer unterliegt.

Die Voraussetzungen im Detail

Damit Sie in den Genuss des Halbeinkünfteverfahrens kommen, müssen zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:

Beide Bedingungen müssen zum Zeitpunkt der Auszahlung erfüllt sein. Fehlt auch nur eine, greift die volle Abgeltungsteuer von 26,375 % (inkl. Solidaritätszuschlag) auf den gesamten Ertrag.

So funktioniert die Besteuerung: Ein Vergleich

Ohne die 12/62-Regel zahlen Sie auf Kapitalerträge die pauschale Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf – also effektiv 26,375 % auf den gesamten Gewinn. Hinzu kann noch Kirchensteuer kommen.

Mit der 12/62-Regel wird dagegen nur die Hälfte des Ertrags Ihrem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Bei einem persönlichen Steuersatz von beispielsweise 35 % im Ruhestand zahlen Sie effektiv nur 17,5 % auf den Gesamtertrag – statt 26,375 %. Das ist eine Ersparnis von fast einem Drittel.

Rechenbeispiel: 200 EUR monatlich über 30 Jahre

Stellen Sie sich vor, Sie sind 32 Jahre alt und schließen eine fondsgebundene Rentenversicherung ab. Sie zahlen 200 EUR monatlich über 30 Jahre bei einer durchschnittlichen Rendite von 6 % p.a. ein:

Variante A – Ohne 12/62-Regel (Abgeltungsteuer):

Variante B – Mit 12/62-Regel (Halbeinkunfteverfahren, Steuersatz 35 %):

Der Steuervorteil beträgt in diesem Beispiel rund 11.528 €. Das entspricht fast 16 Monatsbeiträgen, die Sie sich allein durch die richtige Produktwahl sparen. Bei höheren Beiträgen oder längeren Laufzeiten steigt der Vorteil entsprechend.

Berechnen Sie Ihren persönlichen Steuervorteil: Mit unserem Steuervorteil-Rechner können Sie in wenigen Sekunden Ihre individuelle Ersparnis durch die 12/62-Regel ermitteln.

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Welche Produkte profitieren von der 12/62-Regel?

Nicht jede Geldanlage qualifiziert sich für das Halbeinkunfteverfahren. Begünstigt sind ausschließlich Kapitalversicherungen mit Sparanteil, insbesondere:

Die WWK Premium FondsRente 2.0 ist ein ideales Produkt, um von der 12/62-Regel zu profitieren. Sie kombiniert eine breite Fondsauswahl mit niedrigen Effektivkosten und bietet das Kapitalwahlrecht, das Sie für den Steuervorteil benötigen.

Wichtig: BasisRenten (Rürup) und Riester-Verträge sind ausgenommen, da sie eigene steuerliche Regelungen haben. Auch reine ETF-Depots, Tagesgeld- und Festgeldkonten profitieren nicht von der 12/62-Regel.

Strategische Überlegungen

Damit Sie den maximalen Steuervorteil realisieren, sollten Sie folgende Punkte beachten:

Fazit: Die 12/62-Regel ist bares Geld wert

Die 12/62-Regel macht private Lebens- und Rentenversicherungen steuerlich hochattraktiv. Im Vergleich zur Abgeltungsteuer sparen Sie im Regelfall mehrere Tausend Euro – bei größeren Vermögen sogar fünfstellige Beträge. Der Schlüssel liegt in der rechtzeitigen Planung: Wer früh genug abschließt und die beiden Voraussetzungen erfüllt, sichert sich diesen Steuervorteil quasi automatisch.

Wie viel können Sie sparen? Nutzen Sie unseren Steuervorteil-Rechner, um Ihren individuellen Vorteil durch die 12/62-Regel zu berechnen. Oder informieren Sie sich über die WWK Premium FondsRente 2.0 – das ideale Produkt, um den Steuervorteil voll auszuschöpfen.

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