Riester-Rente 2026: Zulagen, Steuervorteile und für wen sie sich lohnt

Familie mit Kind plant gemeinsam die finanzielle Zukunft

Die Riester-Rente steht seit Jahren in der Kritik – zu teuer, zu kompliziert, zu wenig Rendite. Doch trotz aller Diskussionen bleibt sie für bestimmte Personengruppen eine der lohnendsten Formen der Altersvorsorge. Dank staatlicher Zulagen und steuerlicher Absetzbarkeit kann die Förderquote bei manchen Sparern über 50 % betragen. Wir erklären, wie die Riester-Förderung 2026 funktioniert, wie Sie Ihren optimalen Eigenbeitrag berechnen und für wen sich Riester wirklich rechnet.

Berechnen Sie jetzt mit unserem Riester-Rechner, wie hoch Ihre Zulagen und Ihr Steuervorteil ausfallen.

Grundlagen der Riester-Förderung

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, die 2002 eingeführt wurde. Die Förderung besteht aus zwei Säulen: den Zulagen und dem Sonderausgabenabzug. Beide zusammen machen Riester besonders für Familien und Geringverdiener attraktiv.

Förderberechtigt sind:

Nicht förderberechtigt sind grundsätzlich Selbständige ohne Pflichtbeiträge zur GRV. Für diese Gruppe ist die Basisrente (Rürup) die passende Alternative.

Die Riester-Zulagen 2026 im Detail

Die staatlichen Zulagen werden direkt auf Ihren Riester-Vertrag eingezahlt und setzen sich wie folgt zusammen:

Beispiel Familie Meier: Mutter (35, angestellt) und Vater (37, angestellt) mit zwei Kindern (geboren 2015 und 2019). Die Familie erhält jährlich: 175 EUR (Grundzulage Mutter) + 175 EUR (Grundzulage Vater) + 300 EUR + 300 EUR (Kinderzulagen) = 950 EUR staatliche Förderung pro Jahr. Die Kinderzulagen fließen dabei in der Regel auf den Vertrag der Mutter.

Um die volle Zulage zu erhalten, muss der Mindestbeitrag von 4 % des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttos eingezahlt werden – abzüglich der Zulagen. Der Sockelbeitrag beträgt mindestens 60 EUR pro Jahr.

Eigenbeitrag berechnen: Die 4-Prozent-Regel

Die Berechnung des optimalen Eigenbeitrags ist einfach. Die Formel lautet:

Eigenbeitrag = 4 % des Vorjahresbruttos − Zulagen

Beispiel für Frau Meier (40.000 EUR Vorjahresbrutto, 2 Kinder auf ihrem Vertrag):

Für diese 825 EUR Eigenleistung erhält sie 775 EUR Zulagen – eine Förderquote von fast 94 % auf den Eigenbeitrag. Kein anderes Vorsorgeprodukt bietet eine vergleichbare Rendite allein durch staatliche Förderung.

Der Höchstbetrag (Eigenbeitrag plus Zulagen zusammen) ist auf 2.100 EUR pro Jahr begrenzt. Mehr als diesen Betrag können Sie nicht steuerlich geltend machen. Bei Ehepaaren gilt dieser Betrag pro Person.

Sonderausgabenabzug: Doppelter Vorteil durch die Günstigerprüfung

Neben den Zulagen profitieren viele Riester-Sparer zusätzlich vom Sonderausgabenabzug. Das Finanzamt prüft automatisch (Günstigerprüfung), ob der Steuerabzug oder die Zulagen vorteilhafter sind:

Beispiel Gutverdiener: Herr Schmidt (ledig, keine Kinder, 65.000 EUR brutto) zahlt den Höchstbeitrag von 2.100 EUR. Sein Grenzsteuersatz liegt bei 42 %.

Insgesamt erhält Herr Schmidt 175 EUR Zulage plus 707 EUR Steuererstattung = 882 EUR Förderung für nur 1.925 EUR Eigenbeitrag (2.100 − 175). Das ist eine Förderquote von rund 46 %.

Für wen lohnt sich die Riester-Rente – und wann nicht?

Riester lohnt sich besonders für:

Riester lohnt sich weniger für:

Trotz aller Kritik an der Riester-Rente bleibt festzuhalten: Für die genannten Zielgruppen gibt es kaum ein Vorsorgeprodukt mit einem besseren Verhältnis aus Eigenleistung und staatlicher Förderung. Entscheidend ist die Wahl eines kostenarmen Vertrags mit guter Fondsauswahl – hier lohnt sich eine unabhängige Beratung.

Finden Sie heraus, wie viel Förderung Ihnen zusteht. Nutzen Sie jetzt unseren Riester-Rechner und berechnen Sie in wenigen Schritten Ihre Zulagen, den optimalen Eigenbeitrag und Ihren zusätzlichen Steuervorteil.

Zurück zum Blog