Warum gemeinsame Finanzplanung so wichtig ist
Ob frisch verliebt oder seit Jahrzehnten zusammen: Geld ist eines der Themen, über die Paare am häufigsten streiten. Dabei kann eine offene und gemeinsame Finanzplanung nicht nur Konflikte vermeiden, sondern auch den Wohlstand beider Partner langfristig sichern. Der Schlüssel liegt in einer ehrlichen Bestandsaufnahme und einer klaren Strategie.
Studien zeigen, dass Paare, die regelmäßig über Finanzen sprechen, deutlich zufriedener mit ihrer Beziehung sind. Die gemeinsame Vorsorge ist daher nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine partnerschaftliche Investition.
Gemeinsames Konto, getrennte Vorsorge
Viele Paare entscheiden sich für ein Drei-Konten-Modell: Jeder Partner hat ein eigenes Konto für persönliche Ausgaben, zusätzlich gibt es ein gemeinsames Haushaltskonto für Miete, Lebensmittel und gemeinsame Versicherungen. Dieses Modell schafft Transparenz und Fairness.
Bei der Altersvorsorge gilt jedoch ein anderer Grundsatz: Jeder Partner sollte seinen eigenen Vertrag haben. Denn im Trennungsfall gehört eine private Rentenversicherung dem Versicherungsnehmer. Wer nur über den Partner mitversichert ist, steht im schlimmsten Fall ohne eigene Vorsorge da.
Besonders wichtig ist dies für Partner, die sich um Kinder oder Haushalt kümmern und dafür auf eigenes Einkommen verzichten. Hier sollte der verdienende Partner aktiv dafür sorgen, dass auch der andere ausreichend abgesichert ist.
Steuerliche Vorteile als Ehepaar nutzen
Verheiratete Paare profitieren von mehreren steuerlichen Vorteilen bei der Vorsorge:
- Doppelte Sonderausgabenabzüge: Beide Partner können jeweils den vollen Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen. Bei einer BasisRente sind das bis zu 27.566 Euro pro Person und Jahr.
- Günstigerer Steuersatz: Durch die Zusammenveranlagung profitieren Ehepaare vom Splittingtarif, was die tatsächliche Steuerersparnis durch Vorsorgebeiträge erhöht.
- Riester-Förderung: Auch nicht erwerbstätige Ehepartner können über den sogenannten mittelbar Zulagenberechtigten von der Riester-Förderung profitieren – mit nur 60 Euro Eigenbeitrag pro Jahr.
- Bezugsrechtsgestaltung: Bei Lebensversicherungen können Ehepartner als Bezugsberechtigte eingesetzt werden, was im Todesfall steuerliche Vorteile bei der Erbschaftsteuer bieten kann.
Risikoabsicherung als Paar
Neben der Altersvorsorge ist auch die Risikoabsicherung ein zentrales Thema. Wenn beide Partner zum Haushaltseinkommen beitragen, sollte jeweils eine Berufsunfähigkeitsversicherung vorhanden sein. Denn fällt ein Einkommen weg, gerät oft die gesamte Lebensplanung ins Wanken.
Eine Risikolebensversicherung ist besonders dann sinnvoll, wenn gemeinsame finanzielle Verpflichtungen bestehen, etwa ein Immobilienkredit. Sie sichert den überlebenden Partner ab und verhindert, dass bei einem Todesfall auch noch finanzielle Probleme entstehen. Die sogenannte Kreuzversicherung, bei der jeder Partner das Leben des anderen versichert, ist dabei eine besonders effiziente Variante.
Den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen
Je früher Paare gemeinsam an ihre Vorsorge denken, desto besser. Jedes Jahr, in dem nicht gespart wird, fehlt später im Ruhestand. Besonders bei Lebensereignissen wie Heirat, dem ersten Kind oder einem Immobilienkauf lohnt es sich, die gesamte Finanzplanung auf den Prüfstand zu stellen.
Eine professionelle Finanzberatung kann helfen, die individuellen Bedürfnisse beider Partner unter einen Hut zu bringen und eine Strategie zu entwickeln, die Sicherheit, Wachstum und Flexibilität vereint. Sprechen Sie uns gerne an – gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Partnerschaft.
Passende Produkte für Paare: Steueroptimierte Altersvorsorge und die BasisRente (Rürup) mit doppeltem Sonderausgabenabzug.