Der Fachkräftemangel als größte Herausforderung
Deutschland erlebt den gravierendsten Fachkräftemangel seiner Geschichte. Laut DIHK konnten 2025 über 1,8 Millionen Stellen nicht besetzt werden. Besonders betroffen sind das Handwerk, die Pflege, die IT-Branche und der Maschinenbau. Für Unternehmen bedeutet das: Gute Mitarbeiter zu finden und zu halten ist zur strategischen Überlebensfrage geworden.
In diesem Umfeld wird die betriebliche Altersversorgung (bAV) vom Hygienefaktor zum echten Differenzierungsmerkmal. Während die meisten Arbeitgeber nur das gesetzliche Minimum von 15 Prozent Zuschuss bieten, können sich Unternehmen mit einer großzügigen bAV deutlich abheben.
Was Fachkräfte wirklich wollen: Sicherheit schlägt Kickertisch
Umfragen zeigen konsistent, dass Arbeitnehmer bei der Jobwahl zunehmend Wert auf Sicherheit und Zukunftsvorsorge legen. Die bAV rangiert in Befragungen regelmäßig unter den Top 3 der gewünschten Zusatzleistungen – noch vor Firmenwagen, Homeoffice und Fitnessangeboten.
Der Grund: In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und unsicherer gesetzlicher Renten wissen Arbeitnehmer, dass sie selbst vorsorgen müssen. Ein Arbeitgeber, der dabei großzügig unterstützt, wird als verantwortungsvoll und zukunftsorientiert wahrgenommen.
- 76 % der Arbeitnehmer wünschen sich eine arbeitgeberfinanzierte bAV als Zusatzleistung (Studie Deloitte 2024).
- 68 % der Wechselwilligen würden für eine bessere bAV bei einem Arbeitgeber bleiben.
- 82 % der Facharbeiter bewerten eine großzügige bAV als „sehr wichtig" oder „wichtig" bei der Arbeitgeberwahl.
Praxisbeispiel: Handwerksbetrieb mit 50 Mitarbeitern
Ein mittelständischer Metallbaubetrieb hatte Schwierigkeiten, CNC-Fräser und Schweißer zu finden. Die Geschäftsführung entschied sich, die bAV von 15 auf 30 Prozent Zuschuss aufzustocken und zusätzlich eine rein arbeitgeberfinanzierte Grundversorgung von 50 Euro monatlich pro Mitarbeiter einzuführen.
Die Kosten pro Mitarbeiter: rund 100 Euro monatlich (abzüglich der Sozialversicherungsersparnis und Steuervorteile effektiv nur ca. 55 Euro). Das Ergebnis nach einem Jahr:
- Fluktuation: Sank von 18 % auf 8 % – das entspricht 5 weniger Kündigungen und geschätzten Einsparungen von über 150.000 Euro an Recruiting- und Einarbeitungskosten.
- Bewerbungen: Stiegen um 40 %, nachdem die bAV aktiv in Stellenanzeigen kommuniziert wurde.
- Krankenstand: Sank von 7,2 % auf 5,8 % – motiviertere Mitarbeiter sind nachweislich seltener krank.
- Gesamtkosten bAV-Upgrade: ca. 33.000 Euro pro Jahr für 50 Mitarbeiter – ein Bruchteil der eingesparten Fluktuationskosten.
bAV richtig kommunizieren: Vom Benefit zur Employer Brand
Eine großzügige bAV entfaltet ihre volle Wirkung nur, wenn die Mitarbeiter sie auch kennen und verstehen. Viele Arbeitgeber investieren in eine gute bAV, versäumen es aber, diese aktiv zu kommunizieren. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf:
- Onboarding-Integration: Neue Mitarbeiter erhalten am ersten Tag eine verständliche Übersicht über die bAV und den Arbeitgeberzuschuss.
- Jährliche Vorsorgegespräche: Ein kurzes Gespräch pro Jahr zeigt jedem Mitarbeiter, wie viel Kapital sich bereits angesammelt hat und wie viel der Arbeitgeber beiträgt.
- Stellenanzeigen und Karriereseite: Die bAV wird als konkreter Vorteil mit Euro-Beträgen kommuniziert, nicht als abstrakte Floskel.
- Gehaltsabrechnungs-Highlight: Der Arbeitgeberzuschuss wird auf der monatlichen Abrechnung separat und gut sichtbar ausgewiesen.
Besondere Modelle für besondere Wirkung
Neben dem klassischen Zuschuss zur Entgeltumwandlung gibt es weitere bAV-Modelle mit hoher Bindungswirkung:
- Matching-Modell: Der Arbeitgeber verdoppelt jeden Euro, den der Arbeitnehmer umwandelt (1:1-Match). Dies fördert aktiv die Eigenvorsorge und belohnt engagierte Mitarbeiter.
- Arbeitgeberfinanzierte Grundversorgung: Jeder Mitarbeiter erhält automatisch einen monatlichen Beitrag zur bAV, ohne eigenen Aufwand. Das signalisiert maximale Fürsorge.
- Jubiläums-Zuzahlungen: Zum 5., 10. oder 15. Dienstjubiläum wird eine Sonderzahlung in die bAV geleistet – steuer- und sozialabgabenfrei bis zum Höchstbetrag.
Der nächste Schritt: bAV-Strategie mit der WWK entwickeln
Die WWK betriebliche Altersversorgung bietet flexible Lösungen für Unternehmen jeder Größe. Ob Kleinbetrieb mit 5 oder Mittelständler mit 500 Mitarbeitern – wir entwickeln ein maßgeschneidertes bAV-Konzept, das zu Ihrem Budget und Ihren Zielen passt. Ergänzend bieten wir weitere Firmen- und Gewerbelösungen für einen umfassenden Mitarbeiterschutz.
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung und erfahren Sie, wie Sie mit der bAV zum bevorzugten Arbeitgeber in Ihrer Region werden.