Erwerbsminderungs-Rechner

Wie groß ist Ihre Versorgungslücke bei Erwerbsminderung?

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) sichert Arbeitnehmer ab, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten können. Doch die Hürden sind hoch und die Leistung reicht meist nicht aus. Berechnen Sie hier, wie hoch Ihre EM-Rente voraussichtlich wäre – und wie groß die Lücke zu Ihrem tatsächlichen Bedarf ist.

Persönliche Angaben

Gesetzliche Rentenversicherung

Hinweis: 1,0 Entgeltpunkte/Jahr entspricht dem Durchschnittsverdienst (2026: ca. 45.358 €/Jahr). Wer mehr verdient, erhält mehr als 1,0 EP; wer weniger verdient, entsprechend weniger. Den genauen Wert finden Sie auf Ihrer Renteninformation.

Abschlag

Hinweis: Für jeden Monat, den die EM-Rente vor der persönlichen Altersgrenze beginnt, wird ein Abschlag von 0,3 % erhoben – maximal 10,8 % (36 Monate). Bei jüngeren Versicherten greift fast immer der Maximalabschlag.

Ihr Bedarf

Volle Erwerbsminderung (< 3 Std./Tag)

Halbe Erwerbsminderung (3–6 Std./Tag)

Empfehlung: Benötigte BU-Rente

Vergleichsübersicht

Gut zu wissen: Nur ca. 35 % der EM-Anträge werden bewilligt. Die Hürden der gesetzlichen EM-Rente sind deutlich höher als bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Während die EM-Rente abstrakt auf die allgemeine Arbeitsfähigkeit abstellt, sichert die BU-Versicherung konkret den zuletzt ausgeübten Beruf ab.

Hintergrund: Erwerbsminderungsrente vs. Berufsunfähigkeit

Volle Erwerbsminderung: Wer weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kann (in irgendeinem Beruf), erhält die volle EM-Rente. Die Prüfung bezieht sich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt – nicht auf den erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf.

Halbe Erwerbsminderung: Wer noch 3–6 Stunden täglich arbeiten kann, erhält nur die halbe EM-Rente. In der Praxis fehlen aber oft entsprechende Teilzeitstellen, sodass faktisch kaum Einkommen erzielt werden kann.

Zurechnungszeit: Um jüngere Versicherte nicht zu benachteiligen, wird bei der EM-Rentenberechnung so getan, als hätte der Versicherte bis zum 67. Lebensjahr weiter Beiträge gezahlt (mit dem bisherigen Durchschnitt). Diese „Zurechnungszeit“ erhöht die Entgeltpunkte und damit die Rente.

Warum BU besser schützt als EM: Die private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet bereits, wenn Sie Ihren konkreten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können. Keine abstrakte Verweisung auf andere Tätigkeiten. Die Leistung ist vertraglich garantiert und unabhängig von Behördenentscheidungen.

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Vereinfachte Modellrechnung. Die tatsächlichen Ergebnisse können abweichen. Rentenwert 2026 (West): 39,32 € (Näherungswert). Netto-EM-Rente vereinfacht mit ca. 15 % Abzug für KV, PV und Steuer. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Die Berechnung dient ausschließlich der Orientierung und ersetzt keine individuelle Rentenberatung.