Sparplan oder Einmalanlage? Der große Vergleich

Diagramme und Charts auf einem Bildschirm symbolisieren die Analyse von Sparplan und Einmalanlage

Was ist ein Sparplan?

Bei einem Sparplan investieren Sie regelmäßig einen festen Betrag – zum Beispiel 100, 200 oder 500 Euro pro Monat – in einen Fonds oder eine Rentenversicherung. Der große Vorteil: Sie profitieren vom sogenannten Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt). Das bedeutet: Wenn die Kurse niedrig stehen, kaufen Sie automatisch mehr Anteile. Wenn die Kurse hoch stehen, kaufen Sie weniger Anteile. Über die Zeit ergibt sich ein günstiger Durchschnittspreis.

Ein Sparplan eignet sich besonders für Anleger, die kein großes Startkapital haben, aber diszipliniert Vermögen aufbauen möchten. Bereits ab 25 Euro monatlich können Sie starten – bei der WWK sogar mit fondsgebundenen Rentenversicherungen.

Was ist eine Einmalanlage?

Bei einer Einmalanlage investieren Sie einen größeren Betrag auf einen Schlag – etwa 10.000, 50.000 oder 100.000 Euro. Das Geld wird sofort in den gewählten Fonds oder die Versicherung investiert und kann vom ersten Tag an Rendite erwirtschaften. Typische Anlässe sind eine Erbschaft, eine Bonuszahlung, die Auszahlung einer Lebensversicherung oder angespartes Vermögen auf dem Tagesgeldkonto.

Vor- und Nachteile im direkten Vergleich

Sparplan – Vorteile:

Sparplan – Nachteile:

Einmalanlage – Vorteile:

Einmalanlage – Nachteile:

Was sagt die Mathematik?

Studien von Vanguard und anderen Fondsgesellschaften zeigen: In rund zwei Dritteln aller historischen Zeiträume hat die Einmalanlage den Sparplan geschlagen. Der Grund ist einfach – Aktienmärkte steigen langfristig. Wer sein Geld sofort investiert, hat statistisch gesehen mehr Zeit im Markt. Das Motto lautet: „Time in the market beats timing the market."

Allerdings gilt das nur im Durchschnitt. In Einzelfällen – etwa bei einem Kauf kurz vor der Finanzkrise 2008 – hätte ein Sparplan besser abgeschnitten.

Was sagt die Psychologie?

Für die meisten Anleger ist der Sparplan die bessere Wahl – nicht wegen der Mathematik, sondern wegen der Psychologie. Wer 50.000 Euro auf einmal investiert und in den ersten Monaten einen Buchverlust von 10.000 Euro sieht, verkauft häufig panisch. Ein Sparplan hingegen nimmt den Druck: Der nächste Einzahlungstermin kauft automatisch günstiger nach.

Verhaltensökonomische Forschung zeigt, dass Verluste doppelt so stark schmerzen wie gleich hohe Gewinne freuen (Prospect Theory). Ein Sparplan reduziert dieses emotionale Risiko erheblich.

Die smarte Kombination beider Strategien

Erfahrene Anleger kombinieren beide Ansätze. Ein Beispiel: Sie erben 60.000 Euro und möchten das Geld langfristig anlegen.

So nutzen Sie den Zinseszinseffekt des großen Betrags und reduzieren gleichzeitig das Timing-Risiko.

Beispielrechnung: 30 Jahre Laufzeit

Angenommen, Sie haben 36.000 Euro zur Verfügung und erwarten eine durchschnittliche Rendite von 6 % p.a.:

Der Unterschied von über 100.000 Euro zeigt die Kraft des Zinseszinseffekts, wenn das Kapital von Anfang an investiert ist. Doch Vorsicht: Diese Rechnung unterstellt eine gleichmäßige Rendite. In der Realität schwanken Märkte, und der Sparplan kann in volatilen Phasen Vorteile haben.

Jetzt selbst rechnen: Sparplan vs. Einmalanlage

Möchten Sie wissen, welche Strategie für Ihre persönliche Situation besser passt? Nutzen Sie unseren kostenlosen Vergleichsrechner und vergleichen Sie Sparplan und Einmalanlage mit Ihren individuellen Zahlen.

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