Brutto vs. Netto 2026: Was bleibt wirklich vom Gehalt?

Gehaltsabrechnung mit Taschenrechner und Stift auf einem Schreibtisch

Jeden Monat das gleiche Bild: Auf der Gehaltsabrechnung steht ein Bruttobetrag, doch auf dem Konto landet deutlich weniger. Steuern und Sozialabgaben fressen einen erheblichen Teil des Einkommens auf. Doch wie genau setzt sich die Differenz zwischen Brutto und Netto zusammen – und was können Sie tun, um mehr von Ihrem Gehalt zu behalten? In diesem Leitfaden erklären wir Ihnen alle relevanten Abzüge für 2026 und geben Ihnen praktische Optimierungstipps.

Berechnen Sie jetzt mit unserem Brutto-Netto-Rechner, wie viel von Ihrem Gehalt übrig bleibt.

Steuerklassen in Deutschland – welche gilt für Sie?

Die Steuerklasse bestimmt maßgeblich, wie viel Lohnsteuer monatlich einbehalten wird. In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen:

Die richtige Wahl der Steuerklassenkombination bei Ehepaaren kann einen monatlichen Unterschied von mehreren Hundert Euro ausmachen. Beachten Sie: Die Steuerklasse beeinflusst nur den monatlichen Lohnsteuereinbehalt – die endgültige Steuerschuld wird erst in der Einkommensteuererklärung ermittelt.

Sozialabgaben 2026: Die aktuellen Beitragssätze und Bemessungsgrenzen

Neben der Lohnsteuer werden vom Bruttogehalt Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Die Beiträge werden in der Regel je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Die aktuellen Arbeitnehmersätze für 2026:

Die Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) begrenzen das Einkommen, bis zu dem Sozialabgaben erhoben werden. 2026 gelten voraussichtlich:

Wer über diesen Grenzen verdient, zahlt auf den darüber liegenden Teil keine Sozialabgaben mehr.

Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

Die Kirchensteuer beträgt 8 % (Bayern und Baden-Württemberg) bzw. 9 % (alle anderen Bundesländer) der Lohnsteuer. Bei einem monatlichen Lohnsteuerabzug von beispielsweise 600 EUR bedeutet das zusätzlich 48 bis 54 EUR an Kirchensteuer. Wer aus der Kirche austritt, spart diesen Betrag – allerdings sollte die Entscheidung nicht rein finanziell motiviert sein.

Der Solidaritätszuschlag (5,5 % der Lohnsteuer) wird seit 2021 für die meisten Arbeitnehmer nicht mehr erhoben. Erst ab einer Lohnsteuer von ca. 18.130 EUR jährlich (Einzelveranlagung) fällt der Soli wieder teilweise an. Gutverdiener ab ca. 109.000 EUR Jahresbrutto zahlen den vollen Soli.

Gehaltsoptimierung: Mehr Netto vom Brutto

Es gibt legale Wege, den Nettobetrag zu erhöhen, ohne dass das Bruttogehalt steigt:

Tipp: Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber aktiv auf diese Möglichkeiten an. Viele Unternehmen bieten bereits Sachbezüge oder eine bAV an – Sie müssen sie nur nutzen.

Beispielrechnungen: Was bleibt übrig?

Schauen wir uns zwei konkrete Fälle an:

Beispiel 1: Lediger Arbeitnehmer, Steuerklasse I, 3.500 EUR brutto, keine Kirchensteuer, Bayern

Beispiel 2: Verheiratet, Steuerklasse III, 5.000 EUR brutto, 2 Kinder, Kirchensteuer 9 %, NRW

Wie Sie sehen, macht die Steuerklasse einen enormen Unterschied. Auch Kinder reduzieren die Pflegeversicherungsbeiträge spürbar.

Möchten Sie wissen, wie viel bei Ihrem persönlichen Gehalt übrig bleibt? Nutzen Sie jetzt unseren Brutto-Netto-Rechner und berechnen Sie Ihr Nettogehalt in wenigen Sekunden – individuell angepasst an Ihre Steuerklasse, Kinderfreibeträge und Sozialabgaben.

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